ASC Sommer Classics 2017

21. bis 23. Juli

„…was für ein Glück – die Alpbachtal Classic findet ihre Fortsetzung.“

 

Die bereits zum dritten Mal in Folge stattgefundene Alpbachtal Classic drohte nicht fortgesetzt zu werden, wenn nicht ein zufälliges Treffen vor zwei Jahren eine wunderbare Wende gebracht hätte.

So manches Mal entstehen bei einem Glaserl Wein die besten Ideen, vor allem wenn sich hoch engagierte, ideenreiche Oldtimerfreaks austauschen. Die Inhaber des Autohauses Löhlein – der Spezialist für Mercedes Benz Fahrzeuge aller Altersklassen, SB Till von der Hellen und seine Frau Daniela, hatten bereits die drei Ausfahrten der vergangenen Jahre unterstützt und waren sofort bereit, dies großzügig weiterhin zu tun. So war es ein glücklicher Umstand, dass sie auf unsere neue Sportreferentin, SD Martina Hartmann stießen, die sofort Feuer und Flamme war für die Idee eine neue Sommerausfahrt ins Leben zu rufen anstelle der Alpbachtal Classic. Will heißen, dass die Fahrten künftig in allen Regionen stattfinden werden, um unseren Mitgliedern eine möglichst variantenreiche Streckenauswahl anzubieten. Um diese Note zu unterstreichen, musste natürlich auch ein neuer Name dafür gefunden werden – eben fortan die ASC Sommer Classics.

27 Oldtimer ab Baujahr 1938 setzten sich also in Bewegung, um die insgesamt ca. 440 km der beiden Fahrtage zu meistern.

Die Strecke führte durch die Landkreise Ammersee, Starnberger See, Bad Tölz/Wolfratshausen, Tegernsee sowie Miesbach.

Diese Landschaft mutete an wie die Filmkulisse für einen oberbayerischen Werbefilm. Großzügige Bauerngehöfte mit überschwänglichem Blumenschmuck auf deren Balkonen, Lüftlmalerei umranken die Fenster und Türen, weitläufiges Weideland mit „Spielzeugkühen“ und der obligatorische weiß/blaue bayerische Himmel samt Alpenpanorama. Lassen Sie sich bitte weiterhin von mir gedanklich entführen in das Naturschutzgebiet des Karwendel-Vordergebirges. Es bekam das besondere Prädikat des „Natura 2000“ und enthält die Regelungen zu den Fauna-Flora-Habitat-Gebieten wie auch zu den Europäischen Vogelschutzgebieten.

Die Strecke führte uns weiter zur Eng Alm, dem Almdorf auf 1.250 m Seehöhe,
inmitten des größten Naturschutzgebietes der Nördlichen Kalkalpen,
dem Karwendel in Tirol – einer nahezu unveränderten Alm seit Jahrhunderten. Die ca. 6 Höfe werden nur vier Monate im Jahr bewirtschaftet.
Sie ist übrigens die größte Melkalm des Landes. Hier wird die weidefrische Milch an Ort und Stelle zu Butter und Käse verarbeitet. Das Almdorf liegt direkt am botanisch-einmaligen Ahornboden mit seinen bis zu 600 Jahre alten Bergahornbäumen.

Eigentlich einfache Antworten zu Fragen: warum ist am 31. Oktober 2017 ein Feiertag, wie hoch ist die Milchproduktion der Bauern im gesamten Engtal und sagen Sie mal, welche Orte wurden durchfahren, die auf Tiernamen hinweisen. Meist fiel einem vor lauter Schreck nichts Vernünftiges ein, obwohl doch darüber gesprochen wurde. Ach ja – natürlich – Schweinspoint, Gansheim oder Wolfratshausen z.B..

Nur ein Zünglein an der Waage entschied zwischen dem zweiten und dem dritten Platz. Wodurch denn ? Durch das Melken einer „Kuh“. Die naturgetreue Plastikliesl stand unbeirrt, schlug nicht aus, als die Teilnehmer an ihrem Euter zogen und zerrten, um möglichst viel „Wasser“ innerhalb kürzester Zeit in einen Eimer zu bringen. Jede echte Kuh hätte diesen Spaß wohl nicht verstanden.

Es ist ja nicht selbstverständlich, dass die Sprösslinge der Oldtimerfamilien die gleiche Leidenschaft ihrer Eltern teilen. Im Falle der Familie Hartmann jedoch ganz anders. Die 16-jährige Pia hatte es zu ihrer Aufgabe gemacht, immer im entscheidenden Moment an Kreuzungen zu stehen, um die Teilnehmer um die plötzlichen Baustellen herum zu lotsen. Und sie hatte ordentlich zu tun, denn meistens kommt es anders als man denkt. Ganz souverän und fröhlich. Also zeigt sich wieder – die Jugend ist unsere ASC Zukunft!

Bei der Siegerehrung auf der Hotelterrasse am Abend wurde dann an den Sieger ein neuer Wanderpokal überreicht. Dieser ging zusammen mit dem Preis – ein Wochenend-Hotelgutschein samt gestelltem Mercedes Benz Fahrzeug an SB Hans-Jürgen und Christine Blüml. Der zweite Preis ging an SB Jürgen Klatte und Sohn Otto: zwei hochwertige Mercedes Benz Armbanduhren. Der dritte Preis konnte an die Gäste Herrmann und Heike Rupprecht überreicht werden: ein Mercedes Benz Picknickkorb mit umfangreicher Ausstattung. Alle Preise wurden vom Autohaus Löhlein gestiftet.

Am Ende von zwei wunderbaren Fahrtagen lässt sich eben sagen: sympathisch – kompetent, vertrauensvoll – so wie der Slogan des Autohauses Löhlein.

Unser herzlichster Dank geht an alle teilnehmenden Freunde und an das harmonische und starke Ausrichterteam von SD Martina Hartmann und SB Till von der Hellen.

Text: SD Susanne Rocke-Goercke

2017-11-30T13:17:57+00:00